Kandinsky Prize der Deutsche Bank Stiftung Die
Preisträger stehen fest
 Anatoly
Osmolovsky, der Gewinner in der Kategorie "Künstler
des Jahres" des Kandinsky Prize, bei einer Performance auf dem
Majakowski-Denkmal, 1993 (© Courtesy Trilistnik Verlag, Moskau),
Die
Deutsche Bank Stiftung
und das führende Kunstmagazin Russlands ArtChronika
präsentierten am 4. Dezember 2007 in Moskau die Preisträger des Kandinsky
Prize. Aus der Vorauswahl, die bis zum 27. November im Winzavod
Contemporary Art Center in Moskau gezeigt wurde, einigte sich die Jury
bereits am 20. November auf neun Nomineés für die Preisvergabe. Die
Auszeichnung als "Künstler des Jahres" und den zugleich mit 40.000 Euro
höchstdotierten Preis für zeitgenössische Kunst in Russland wurde Anatoly
Osmolovsky von Tom
Krens, dem Direktor der Solomon
R. Guggenheim Stiftung, überreicht. In der Kategorie "Bester junger
Künstler" wurde Vladlena
Gromova prämiert. Der US-Künstler und Regisseur Robert
Wilson, der mit einer Soloperformance das Publikum begeisterte,
verlieh den Preis in der Kategorie "Bestes Medienkunst-Projekt" an Vladislav
Mamyshey-Monroe. Der Publikumspreis ging an den jungen Moskauer Peter
Goloschapow.
Ziel des Kandinsky Prize ist
es, die zeitgenössische russische Kunst zu fördern und einen Einblick in
die wichtigsten Trends und Positionen der Kunstszene zu bieten. In einem
dreistufigen Verfahren wählte die Jury die Gewinner. Mitglieder der Jury
waren: Ekaterina Bobrinskaya, (Kunsthistorikerin, Moskau), Valerie
Hillings (Solomon
R. Guggenheim Museum, New York), Andrey Erofeev (Tretjakov-Galerie,
Moskau), Friedhelm Hütte (Deutsche
Bank Kunst, Frankfurt am Main), Jan-Hubert Martin (Französische
Nationalmuseen, Paris) und Nikolay Molok (ArtChronika, Moskau).
 Anatoly
Osmolovsky, aus der Serie Goods, 2007, © Artchronika
Den
Preis für den "Künstler des Jahres" konnte Anatoly Osmolovsky entgegen
nehmen. Die von ihm eingereichten Skulpturen, eine Reihe in Bronze
nachgeformter Panzerteile aus der Serie Goods, waren in diesem Jahr
bereits auf der documenta zu
sehen. Mit ihrer ebenso schlichten wie vielschichtigen Verbindung von
skulpturalem Material und politischem Thema konnte diese Arbeit die Jury
einhellig überzeugen. Ebenfalls in dieser Kategorie der bereits
international etablierten Künstler nominiert war die Gruppe AES+F.
Mit der Arbeit Last Riot war sie in diesem Jahr auf der Biennale
in Venedig vertreten.
 Vladlena
Gromova, Portrait, 2007 (Video-Still), © Artchronika
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Die Kategorie "Bester junger Künstler", in der Vladlena
Gromova ausgezeichnet wurde, fokussiert sich ganz bewusst auf junge, noch
nicht etablierte Künstler am Beginn einer internationalen Karriere.
Vladlena Gromova, die sich mit einer sehr humorvollen Videoarbeit zum
Thema Portrait durchsetzte, gewinnt einen dreimonatigen Gastaufenthalt in
der Villa Romana.
Das Künstlerhaus in Florenz, zugleich das älteste kulturelle Engagement
der Deutschen Bank, hat sich wie der Kandinsky Prize der Förderung junger
Kunst verschrieben und belegt eindrucksvoll die sowohl länder- als auch
institutionsübergreifende, internationale Vernetzung kultureller
Aktivitäten der Bank. Mit dem Gastaufenthalt der Prämierten soll diese
internationale Vernetzung des Künstlerhauses unterstrichen und ausgebaut
werden.
 Vladlena
Gromova, Gewinnerin in der
Kategorie "Bester junger Künstler", © Artchronika
Für
das "Beste Medienkunstprojekt des Jahres" wurde Vladislav Mamyshev-Monroe
prämiert. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll insbesondere diese noch
relativ junge Kunstgattung in Russland fördern. Neben den von der Jury
gewählten Kategorien wurde ein per Internet abgestimmter Publikumspreis im
Wert von 5.000 Euro an Peter Goloschapow vergeben. Der 1982 geborene
Künstler überzeugte das Publikum mit skulpturalen und zeichnerischen
Reminiszenzen an die russische Jugendkultur.
Mit dem
Kandinsky-Prize engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung für die junge
russische Kunstszene und setzt so das bald 25-jährige Engagement des
Unternehmens in Russland fort. Nach geförderten Ausstellungen und
Präsentationen aus der Sammlung Deutsche Bank werden nun künstlerische
Talente des Landes unterstützt. Dies entspricht dem Selbstverständnis der
Bank, dem einzelnen zu ermöglichen, über sich selbst hinaus zu wachsen und
dabei auch die Innovativkraft zeitgenössischer Kunst zu nutzen.
 Vladislav
Mamyshev-Monroe, aus Volga, Volga, 2006
Die
Ausstellung der vorausgewählten und prämierten Arbeiten wird 2008 auch in
Deutschland und Amerika zu sehen sein. Ein zweisprachiger Katalog ist
bereits erschienen.
Die Deutsche Bank engagiert sich mit einer
Vielzahl gemeinnütziger Aktivitäten, die über die betriebliche Sphäre
hinausgehen: mit Spenden und Sponsorships, mit eigenen Projekten und nicht
zuletzt durch das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter. Mit einem
Fördervolumen von mehr als 85 Mio. € ist sie zusammen mit ihren Stiftungen
und gemeinnützigen Gesellschaften ein weltweit aktiver, nachhaltig
engagierter Unternehmensbürger.
Seit mehr als 25 Jahren
engagiert sich die Deutsche Bank für zeitgenössische Kunst. Unter dem
Motto "Kunst am Arbeitsplatz" erwirbt sie systematisch internationale
Gegenwartskunst und präsentiert sie in Bankgebäuden und Ausstellungen rund
um den Globus. Mit über 50.000 Werken gilt die Sammlung Deutsche Bank als
weltweit größte und bedeutendste Corporate Collection. Als russische
Künstler sind unter anderen Boris
Michailov, Vadim
Zakharov und Oleg
Alexandr Wukolow in der Sammlung vertreten. In diesem Jahr wurden u.a.
der Deutsche Pavillon
auf der Biennale und die Frieze
Art Fair in London unterstützt. Mit dem Deutsche
Guggenheim in Berlin unterhält die Deutsche Bank außerdem ein Joint
Venture mit der Solomon R. Guggenheim Foundation, die ein gemeinschaftlich
verantwortetes Programm zeigt.
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